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Inhaltsverzeichnis
Porenbeton – ob als Ytong, Gasbeton oder allgemein Porenbeton bezeichnet – ist leicht, dämmt gut und lässt sich einfach bearbeiten. Genau das macht ihn aber auch tückisch beim Befestigen: Der klassische Spreizdübel, der in Beton bombenfest sitzt, reißt in Porenbeton einfach aus. Hier liest du, welcher Befestiger wirklich hält, wie viel Last er trägt und welche Fehler du unbedingt vermeiden musst.
Das Grundproblem: Porenbeton ist weich
Porenbeton besteht zu großen Teilen aus Luftporen – das macht ihn leicht und dämmend, aber eben auch wenig druckfest. Ein normaler Spreizdübel funktioniert, indem er sich beim Anziehen der Schraube im Loch verspreizt und gegen die Lochwand drückt. In Porenbeton hält dieser Druck nicht: Das Material gibt nach, der Dübel dreht durch oder reißt unter Last aus. Du brauchst deshalb Befestiger, die die Last großflächig verteilen statt punktuell zu spreizen.
Die richtigen Befestiger für Porenbeton
1. Porenbetondübel (eindrehbar) — für den Alltag
Spezielle Porenbetondübel werden wie eine grobe Schraube direkt ins (vorgebohrte oder bei weichem Stein auch direkt eingedrehte) Loch gesetzt. Ihr grobes Gewinde greift großflächig in den Stein. Ideal für leichte bis mittlere Lasten: Lampen, Leisten, leichte Hängeschränke, Kabelkanäle.
fischer Porenbetondübel GB 10 (für Gasbeton/Porenbeton)
Der Klassiker für Porenbeton: eindrehbar, großflächiges Gewinde, hält leichte bis mittlere Lasten zuverlässig. Ohne Schlag setzen.
2. Injektionsanker mit Siebhülse — für Schwerlast
Sollen schwere Dinge an die Porenbetonwand – Markise, schwerer Hängeschrank, Wandkonsole – führt an einem Injektionssystem kein Weg vorbei: Eine Siebhülse kommt ins Loch, durch sie wird Injektionsmörtel verpresst, der sich in den Poren verkrallt und die Last großflächig überträgt. Das ist die belastbarste Lösung in Porenbeton.
fischer Injektionsmörtel FIS V 360 S (Verbundmörtel)
Verbundmörtel für hohe Lasten in Porenbeton (mit Siebhülse). Die Profi-Lösung für Markisen, Konsolen und schwere Schränke.
fischer Siebhülse FIS H 16x85 K (für Injektionsmörtel)
Passende Siebhülse zum Injektionsmörtel – verteilt den Mörtel im porigen Stein für maximalen Halt.
Traglast-Übersicht (Richtwerte)
Wichtig: Das sind grobe Richtwerte – die echte Tragkraft hängt von Steinqualität (PP2/PP4), Randabstand und Setzqualität ab. Maßgeblich ist immer die Tabelle des konkreten Produkts.
| Befestiger | Typische Anwendung | Richtwert pro Punkt |
|---|---|---|
| Porenbetondübel (eindrehbar) | Lampen, Leisten, leichte Schränke | ~20–45 kg |
| Injektionsanker + Siebhülse | Markise, schwere Konsole, Hängeschrank | deutlich höher (produktabhängig) |
| Spreizdübel (Standard) | ❌ ungeeignet | reißt aus |
Die häufigsten Fehler
- Mit Schlag gebohrt. Der häufigste Fehler: Das Schlagwerk zertrümmert die porige Struktur, das Loch wird zu groß. → Immer ohne Schlag bohren (nur Drehgang).
- Standard-Spreizdübel verwendet. Hält in Porenbeton nicht. → Porenbetondübel oder Injektion nutzen.
- Loch nicht ausgeblasen. Bohrmehl im Loch verhindert den Halt – besonders bei Injektion. → Loch sauber ausblasen.
- Randabstand ignoriert. Zu nah an der Kante bricht der Stein aus. → Genug Abstand zur Wandkante halten.
Werkzeug dazu
Zum sauberen Bohren in Porenbeton brauchst du einen Bohrer mit abschaltbarem Schlagwerk – ein normaler Akku-Bohrschrauber reicht für die meisten Fälle. Welcher passt, zeigt unser Akkuschrauber-Vergleich.
Fazit
In Porenbeton gilt: nicht spreizen, sondern verteilen. Für leichte bis mittlere Lasten der eindrehbare Porenbetondübel, für Schwerlast der Injektionsanker mit Siebhülse. Bohre immer ohne Schlag, blas das Loch aus, halte Randabstand – dann hält die Befestigung in Ytong genauso zuverlässig wie in jeder anderen Wand.
Werkstatt-Ratgeber Redaktion
Fachredaktion — geprüft und aktualisiert
Quelle: werkstatt-ratgeber.de/ratgeber/befestigung-ytong-porenbeton







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