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Inhaltsverzeichnis
In Holz hält die Schraube direkt – kein Dübel nötig. Genau deshalb wird hier oft geschludert: falsche Schraube, nicht vorgebohrt, Holz gespalten. Dabei ist sauberes Schrauben in Holz, OSB und Spanplatte einfach, wenn du ein paar Profi-Regeln kennst. Hier liest du, welche Schraube wofür passt und wann du vorbohren musst.
Holz braucht keinen Dübel – aber die richtige Schraube
Anders als Stein hält Holz die Schraube direkt im Faserverbund. Das Gewinde schneidet sich ein und verkrallt sich. Der Dübel entfällt komplett. Entscheidend sind stattdessen Schraubentyp, Länge und Vorbohren – damit das Holz nicht spaltet und die Verbindung hält.
Die richtigen Schrauben für Holz & Holzwerkstoffe
1. Spanplattenschraube — der Allrounder
Die Spanplattenschraube (Holzbauschraube) ist der Standard für OSB, Spanplatte, Leimholz und Konstruktionen im Innenausbau. Mit Senkkopf und Fräsrippen versenkt sie sich bündig.
SPAX Universalschraube Senkkopf (Spanplattenschraube, Sortiment)
Der Allrounder für Holz und Holzwerkstoffe: Senkkopf mit Fräsrippen, selbstzentrierende Spitze, hält in OSB, Span und Leimholz. Das Sortiment deckt fast jede Verbindung ab.
2. Konstruktionsschraube — für tragende & schwere Verbindungen
Für tragende Holzverbindungen – Pergola, Unterkonstruktion, Holzrahmen – nimmst du die kräftigere Konstruktionsschraube mit Vollgewinde oder Teilgewinde.
Würth ASSY Konstruktionsschraube (Holzbau, Teilgewinde)
Kräftige Konstruktionsschraube für tragende Holzverbindungen: Pergola, Unterkonstruktion, Rahmen. Hohe Auszugswerte, sicheres Eindrehen ohne Vorbohren in Weichholz.
3. Vorbohrer/Senker — gegen gespaltenes Holz
In Hartholz und nahe der Kante ist ein Vorbohr-Senker Pflicht: Er setzt Pilotloch und Senkung in einem Arbeitsgang und verhindert das Spalten.
Vorbohrer mit Senker Set (verstellbar, für Holzschrauben)
Setzt Pilotloch und Senkung in einem Schritt – verhindert gespaltenes Holz und sorgt für bündige Schraubenköpfe. In Hartholz und an Kanten unverzichtbar.
Übersicht: welche Schraube, wann vorbohren?
| Material | Schraube | Vorbohren? |
|---|---|---|
| OSB / Spanplatte | Spanplattenschraube | meist nein (Pilotloch hilft) |
| Weichholz (Fichte, Kiefer) | Spanplatten-/Holzschraube | nein (außer Kantennähe) |
| Hartholz (Eiche, Buche) | Holz-/Konstruktionsschraube | ja, immer |
| Tragende Verbindung | Konstruktionsschraube | je nach Holz |
Die häufigsten Fehler
- Hartholz nicht vorgebohrt. Das Holz spaltet entlang der Faser. → Pilotloch setzen.
- Zu nah an die Kante geschraubt. Reißt aus. → Abstand halten oder vorbohren.
- Zu kurze Schraube. Zu wenig Einschraubtiefe = wenig Halt. → Faustregel: mind. 2/3 der Schraube ins tragende Holz.
- Überdreht. Im weichen Holz dreht das Gewinde durch. → Drehmoment begrenzen.
Werkzeug dazu
Zum Eindrehen reicht ein guter Akku-Bohrschrauber mit Drehmomenteinstellung. Für Stein-Untergründe siehe dagegen unsere Anleitungen zu Beton, Lochziegel/Mauerwerk und Ytong/Porenbeton.
Fazit
In Holz zählt die richtige Schraube, nicht der Dübel: Spanplattenschraube für den Alltag, Konstruktionsschraube fürs Tragende. Und die wichtigste Profi-Regel: In Hartholz und an Kanten immer vorbohren – dann hält die Verbindung, ohne dass etwas spaltet.
Werkstatt-Ratgeber Redaktion
Fachredaktion — geprüft und aktualisiert
Quelle: werkstatt-ratgeber.de/ratgeber/befestigung-holz-osb







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