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Was ist eine Fugenfräse?
Eine Fugenfräse (auch Mauerfräse oder Fugennutfräse) ist ein Elektrowerkzeug zum Abtragen und Erneuern von Mörtelfugen im Mauerwerk. Sie arbeitet mit einer Diamant-Trennscheibe oder einem Fugenfräsblatt, das den alten Mörtel kontrolliert herausfräst, ohne die Steine zu beschädigen. Im Gegensatz zum Winkelschleifer bietet die Fugenfräse eine exakte Tiefeneinstellung und einen integrierten Absauganschluss — unverzichtbar für saubere Fugenarbeiten bei der Mauerwerkssanierung.
Anwendung in der Praxis
Fugenfräsen kommen hauptsächlich bei der Mauerwerkssanierung zum Einsatz. Wenn Fugen im Außenmauerwerk verwittert, ausgewaschen oder rissig sind, müssen sie bis auf eine Tiefe von mindestens 15–20 mm ausgefräst und neu verfugt werden. Die Fugenfräse spart dabei enorm Zeit gegenüber dem manuellen Auskratzen mit dem Fugenmeisel. Typische Anwendungen sind die Sanierung von Sichtmauerwerk, die Vorbereitung für die Neuverfugung bei Klinkerfassaden und das Erstellen von Schlitzen für Fugenbänder bei der Kellerabdichtung. Die Fugenbreite wird über die Scheibendicke gesteuert (Standard: 6–8 mm für Normalfugen). Wichtig: Die enorme Staubentwicklung erfordert eine Absaugung der Klasse M und mindestens eine P2-Atemschutzmaske.
Wichtige Kennzahlen
- Leistung: 1.200–2.400 W (je nach Modell)
- Scheibendurchmesser: 115–150 mm
- Frästiefe: Stufenlos einstellbar, typisch 5–35 mm
- Fugenbreite: 6–30 mm (über Scheibe/Fräskopf wählbar)
- Drehzahl: 5.000–11.000 U/min
- Gewicht: 3,5–6 kg
- Staubklasse: Mindestens M (wegen Quarzstaub)
Verwandte Begriffe
- Absaugung Werkstatt — Staubabsaugung beim Fräsen
- Staub-Klassen L, M, H — Klassifizierung nach Staubgefährdung
- Trennscheibe — Diamantscheiben für Fugenfräsen
- Industriestaubsauger Vergleich — Sauger für die Absaugung
- MAK-Wert — Grenzwerte für Quarzstaub
Praxis-Tipp
Investiere in Diamant-Fugenfräsblätter statt normaler Trennscheiben — die höheren Kosten (ca. 40–80 € vs. 5–10 €) rechnen sich durch 20× längere Standzeit und sauberere Fräsergebnisse. Stelle die Frästiefe immer 2–3 mm tiefer ein als die sichtbare Schadenstiefe, damit der neue Mörtel genug Haftfläche bekommt.
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Fachredaktion — geprüft und aktualisiert
Quelle: werkstatt-ratgeber.de/lexikon/fugenfraese

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