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Prüfplakette — Was ist das? Einfach erklärt

Prüfplakette — Was ist das? Einfach erklärt

Was bedeutet Prüfplakette? Definition, Anwendung und Praxistipps für Handwerker. Verständlich erklärt im Werkstatt-Ratgeber Lexikon.

lexikon27. Januar 2026
Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Prüfplakette?

Eine Prüfplakette (auch Prüfsiegel oder Prüfmarke) ist ein farbiger Aufkleber auf Arbeitsmitteln, Maschinen und Anlagen, der die bestandene Sicherheitsprüfung und den nächsten Prüftermin dokumentiert. Die runde Plakette zeigt Monat und Jahr der nächsten fälligen Prüfung. Sie ist kein gesetzlich vorgeschriebenes Format, hat sich aber als branchenüblicher Standard für die schnelle Sichtprüfung durchgesetzt. Ohne gültige Prüfplakette darf ein Arbeitsmittel im Betrieb nicht eingesetzt werden.

Anwendung in der Praxis

Im Handwerksbetrieb braucht eine Vielzahl von Geräten regelmäßige Prüfungen mit Plakette: Elektrowerkzeuge (nach DGUV Vorschrift 3), Leitern und Tritte (nach DGUV Information 208-016), Anschlagmittel wie Ketten und Gurte, Druckbehälter (Kompressorkessel), Hubarbeitsbühnen und Krane. Die Prüfplakette macht den Prüfstatus auf einen Blick erkennbar — die BG-Aufsichtsperson oder der Auftraggeber (bei Baustellenkontrollen nach BaustellV) kann sofort sehen, ob die Prüfung aktuell ist. Die Prüfung selbst muss von einer befähigten Person nach BetrSichV oder einem Sachverständigen (bei überwachungspflichtigen Anlagen) durchgeführt werden. Die Ergebnisse werden im Prüfprotokoll dokumentiert — die Plakette allein genügt nicht.

Wichtige Kennzahlen

  • Elektrowerkzeuge (DGUV V3): Alle 6–24 Monate (je nach Gefährdungsbeurteilung)
  • Leitern: Jährlich (DGUV Information 208-016)
  • Anschlagmittel: Jährlich (DGUV Regel 100-500)
  • Druckbehälter > 1 l·bar > 200: Innere Prüfung alle 5 Jahre, Festigkeit alle 10 Jahre
  • Krane: Jährlich durch Sachkundigen (DGUV V52)
  • Hubarbeitsbühnen: Jährlich durch befähigte Person
  • Farben: Jahresfarben nach BGV A1 (z. B. 2026: braun, 2027: orange)

Verwandte Begriffe

Praxis-Tipp

Führe ein Prüfkataster (Excel oder App) für alle prüfpflichtigen Arbeitsmittel. Liste alle Geräte mit Inventarnummer, letztem Prüfdatum und nächstem Fälligkeitsdatum auf. So verpasst du keine Frist und bist bei BG-Kontrollen sofort auskunftsfähig. Tipp: Fotografiere jede Plakette nach der Prüfung als Backup — Plaketten fallen ab oder werden unlesbar.

#prüfplakette #prüfung #sicherheit #dokumentation

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WR

Werkstatt-Ratgeber Redaktion

Fachredaktion — geprüft und aktualisiert

Geprüft am 27. Januar 2026

Quelle: werkstatt-ratgeber.de/lexikon/pruefplakette