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UVV-Prüfung — Was ist das? Einfach erklärt

UVV-Prüfung — Was ist das? Einfach erklärt

Was bedeutet UVV-Prüfung? Definition, Anwendung und Praxistipps für Handwerker. Verständlich erklärt im Werkstatt-Ratgeber Lexikon.

lexikon11. März 2026
Inhaltsverzeichnis

Was ist eine UVV-Prüfung?

Die UVV-Prüfung (Unfallverhütungsvorschriften-Prüfung) ist die regelmäßige Sicherheitsüberprüfung von Arbeitsmitteln, Maschinen und Anlagen nach den Vorschriften der Berufsgenossenschaften (DGUV Vorschriften) und der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Sie stellt sicher, dass Geräte sicher funktionieren und keine Gefährdung für die Beschäftigten darstellen. Die Prüfung muss von einer befähigten Person (nach TRBS 1203) oder einem zugelassenen Sachverständigen durchgeführt und dokumentiert werden.

Anwendung in der Praxis

Im Handwerksbetrieb betrifft die UVV-Prüfung praktisch alle Arbeitsmittel. Die DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) regelt die Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel: Ortsveränderliche Geräte (Bohrmaschine, Winkelschleifer, Verlängerungskabel) müssen alle 6–24 Monate geprüft werden — das Intervall legt die Gefährdungsbeurteilung fest, auf Baustellen typisch alle 6 Monate. Die Prüfung umfasst Sichtprüfung (Beschädigung, Kabelbruch), Messung (Isolationswiderstand, Schutzleiterwiderstand, Ableitstrom) und Funktionsprüfung. Jede Prüfung wird protokolliert und das Gerät mit einer Prüfplakette versehen. Nicht bestandene Geräte dürfen sofort nicht mehr eingesetzt werden. Auch Leitern, Gerüste, Krane, Flurförderzeuge und Druckbehälter unterliegen regelmäßigen UVV-Prüfungen.

Wichtige Kennzahlen

  • DGUV V3 ortsveränderlich: 6–24 Monate (Baustelle: 6 Monate empfohlen)
  • DGUV V3 ortsfest: Alle 4 Jahre
  • Leitern/Tritte: Jährlich nach DGUV Information 208-016
  • Krane: Jährlich nach DGUV V52
  • Flurförderzeuge (Stapler): Jährlich nach DGUV V68
  • Befähigte Person: Berufsausbildung + Berufserfahrung + Fortbildung (TRBS 1203)
  • Dokumentation: Prüfprotokoll mindestens bis zur nächsten Prüfung aufbewahren
  • Kosten extern: ca. 3–8 € pro Gerät (bei Sammelprüfung)

Verwandte Begriffe

Praxis-Tipp

Organisiere die UVV-Prüfung als Sammelermin — alle ortsveränderlichen Geräte an einem Tag prüfen lassen. Das spart Anfahrtskosten und hält den Überblick. Viele Elektro-Innungen bieten den Service für 3–5 € pro Gerät an. Investiere 50 € in ein Prüfbuch oder eine App (z. B. „Prüfmanager"), in der du alle Geräte, Prüfdaten und nächsten Termine trackst.

#uvv #prüfung #sicherheit #arbeitsmittel #pflicht

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WR

Werkstatt-Ratgeber Redaktion

Fachredaktion — geprüft und aktualisiert

Geprüft am 11. März 2026

Quelle: werkstatt-ratgeber.de/lexikon/uvv-pruefung